Unsere ersten Gäste / Sommerakademie der "Funzel"

Wir haben uns sehr gefreut, als wir die erste Anfrage einer größeren Besuchergruppe erhalten haben, die einen Ort zum gemeinsamen Arbeiten, Verweilen und Übernachten gesucht haben. Eine Gruppe Philosophiestudent*innen aus München haben sich für den Hof als Herberge und Veranstaltungsort entschieden.

Die Infrastruktur von Bauwagen, Gemeinschaftsplatz, Vereinsraum/Coworking-Space und zugehöriger Küche und Bad wurden ausgiebig genutzt und getestet. Erste Verbindungen und Austauschmöglichkeiten mit anderen Vereinen und Organisationen wurden durch den Besuch ermöglicht und wir würden uns freuen, wenn wir auch in Zukunft weitere Gruppen beherbergen und kennenlernen dürfen.

Super, dass sowohl wir als auch unsere wunderbaren Besucher*innen eine schöne Zeit auf dem Hof hatten:

„Liebe alle Mitglieder des Hofprojekts,

wir wissen nicht so genau, wo wir anfangen sollen uns zu bedanken.

Vielleicht von vorne. Vielen Dank, dass Anmeldung, Planung und Anfahrt so unkompliziert gelaufen sind. Wir haben selten so ansprechbare und entspannte Gastgeber gehabt.

Dann; große Komplimente an den Hof selbst! Ihr habt ein unfassbar schönes und gemütliches Zuhause.  

Und überhaupt: vielen Dank dafür, dass ihr durchgehend aus freundlichen, offenen Menschen besteht, die uns an dem Hofprojekt auf eine so wunderschöne Art und Weise haben teilhaben lassen!

Wir wünschen euch das Allerbeste und hoffen, dass wir euch und ihr uns erhalten bleibt!

Liebe Grüße,

die Funzel“

 

Hintergrund:

Die Funzel ist ein überregionales Philosophiemagazin, das von Studenten getragen wird. Wir wollen vor allem eine Plattform sein, auf der Interessierte, kreative Köpfe und Jungphilosoph*innen auf einem hohen Niveau, aber mit studentischer Selbstironie und Humor austauschen. Analog veröffentlichen wir halbjährlich eine Printausgabe - im Julie erschien die fünfte Ausgabe "Lifestyle". Digital betreiben wir einen Blog (www.diefunzel.com) und eine Facebooksseite.


Muckis für den Apfelsaft

Waschen, vierteln, häckseln und dann Pressen, Pressen, Pressen, was die Muckis hergeben. Wer hätte gedacht, dass in einer Flasche Apfelsaft so viele Arbeitsschritte stecken?

 

 

 

 

 

 

In der Tat braucht es auch eimerweise bestes, reifes Mostobst und die richtige Technik um überhaupt einige Liter zusammen zu bekommen. Nicht jede Apfelsorte eignet sich dazu, wie uns Henning Jahn erklärte, der auf dem Gut Rothenhausen alte Apfelsorten pflegt. Von ihm erfuhren wir an unserem ersten Mostwochenende viele interessante Details rund um Deutschlands beliebtestes Obst. Für Kinder gab es eine bunte Schautafel und ein kleines Apfelquiz, die bestimmt auch im Kid’s Club noch mal zum Einsatz kommen. Schließlich ist es schon ziemlich spannend, wie aus einem kleinen Kern ein so großer Baum werden kann. Aber auch die Erwachsenen staunten nicht schlecht. Wer uns trotz mäßigen Wetters besucht hatte, durfte oder musste selbst anpacken und konnte alle Schritte hin zu den ersten süßsauren Tropfen selbst erfahren.

 

 

 

 

 

 

Fürs nächste Jahr haben auch wir einiges gelernt und werden uns technisch besser aufstellen. Bis dahin legen wir aber erstmal ein Bisschen die Füße hoch und genießen ein paar Schlucke selbstgemachten Apfelsaft oder erwärmen ihn als Punsch – die viele Arbeit hat sich gelohnt!


Hausbesetzung in Arfrade

Eine Hausbesetzung in Arfrade. Dieses Jahr fällt die Vogelhochzeit aus! Die freien Vögel flattern durch Lüfte -

sie haben keine Lust mehr sich für die Rentiere krumm zu machen. Frech zwitschert es aus den Wohnstuben -

wer soll uns hier verjagen, gerade die, die so viel haben? -

Wir brauchen Räume für unsere Träume.

Hat den der Baum jemals nach Miete für sein Astloch gefragt?

Hat der Fluss je gesagt, wenn ihr aus mir trinkt, dann fließe ich nicht mehr?

Wir lebe


Eine Mitfahrbank für Arfrade

Samstag hat uns das gute Wetter eingeladen, draußen aktiv zu werden und wir haben uns dem Projekt angenommen, eine Mitfahrbank für Arfrade zu bauen. Aus alten Paletten, mit ein paar Schrauben und bunter Farbe entstand in ein paar lustigen, gemeinsamen Stunden die neue Bank. Inerneuter Rücksprache mit dem Dorfvorstand wurde sie nun aufgestellt. Nun steht sie erstmal an der Kreuzung Hauptstraße, Zum Brook. Wir hoffen sehr, dass sie dem Dorf gefällt und häufig genutzt wird!

Wie eine Mitfahrbank funktioniert:
Durch das Hinsetzen auf die Bank signalisiert man vorbei fahrenden Autos, auf eine Mitfahrgelegenheit zu warten. Über der Bank kann das richtige Schild eingesteckt werden, das anzeigt, welche die Zielrichtung ist.

Noch ein Tipp:
Oft hat man natürlich feste Termine und keine Zeit, zu warten und zu hoffen, dass rechtzeitig jemand vorbei kommt, um einen mitzunehmen. Die internationale Onlinemitfahrzentrale www.blablacar.de ermöglicht es (regelmäßige) lange und kurze Fahrten online zu stellen und sich für solche Fahrten zum Mitfahren anzumelden. Das ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern auch fürs Portemonnaie.


Wir sind zu Hause! Stay Home!

Auch uns trifft die derzeitige Situation. Wir alle sind zu Hause! Fast niemand muss zur Arbeit. Uni und Kindergarten sind zu. Also verbringen wir unsere Zeit auf dem Hof. Nicht allen fällt das leicht… viele Pläne liegen auf Eis und das führt bei dem ein oder anderen zur Sorge. Für den Verein bedeutet das, gerade keine Informationsveranstaltungen und ob das Hoffest stattfinden kann, wird die Zukunft zeigen. Auch ob unsere zwei zukünftigen Mitbewohner aus Finnland und den Niederlanden überhaupt einreisen dürfen ist noch nicht geklärt. Was unsere Bauprojekte angeht ist der Fahrradschuppen nun fertig. Als nächstes soll die nun endlich von den Fahrrädern befreite Vereinswerkstatt fertig eingerichtet werden und die Ziegen sollen Plattformen in den Bäumen bekommen. Neben der gemeinsamen Zeit, verbringt aber auch jeder mit seinen ganz persönlichen Projekten und Aufgaben. Ich habe die Zeit genutzt mir ein neues Regal zu bauen. Dafür habe ich in der Werkstatt ein altes Holzbrett abgehobelt. Da habe ich jemanden getroffen, der seine Heimwerkerkünste genutzt hat um gleich eine Vogelhäuserreihe anzufangen.  Jeder nutzt die Zeit anders, die einen schlafen mal aus, die anderen stecken Energie ins Homeoffice, diverse WG-Bands erweitern ihr Repertoire und manche helfen dem Hof bei der Arbeit. Abwechselnd wird zwei Mal in der Woche eingekauft, nicht nur für die WG, auch für unsere Nachbarn, die das Angebot der Nachbarschaftshilfe in Anspruch nehmen. Wir hoffen, dass bald alles wie gewohnt wieder beginnen kann und halten euch auf dem Laufenden.


Zwischenbericht zur Vereinsgründung

Im November letzten Jahres entstand der Wunsch, unser Wohnprojekt zu erweitern und noch andere Möglichkeiten zu schaffen, um mehr Menschen zu verbinden. Dies war die Grundsteinlegung des „Hofprojekt Arfrade n.n.e.V.“.

In den folgenden Wochen diskutierten wir alle Details und nachdem wir uns auf ein Konzept geeinigt hatten, mit dem sich alle identifizieren konnten, ging es mit der eigentlichen Vereinsgründung los. Harte Büroarbeit: die Ausarbeitung der Satzung, die Formulierung des Konzepts, die Erstellung der Website und das Einholen aller möglichen Informationen, ließen unsere Köpfe qualmen.

Parallel dazu haben wir bereits mit einigen nötigen Umbaumaßnahmen für den Verein begonnen. Wir haben die Werkstatt komplett ausgeräumt, umgebaut, renoviert und einen neuen Werkstattbereich für die Nutzung durch den Verein geschaffen. Des Weiteren entstanden Toilette, Dusche und Lagerraum. Den Umbau des Ziegenhagens zum Streichelzoo und zum Gemeinschaftsplatz haben wir auch schon begonnen.

Das Herzstück des Vereins soll der Vereinsraum unter dem vorhandenen Balkon werden: Platz für das Hofcafé, Veranstaltungen und Raum zum Abhängen. Der Vereinsraum ist vielseitig nutzbar. Da unter dem Balkon bisher unsere Fahrräder standen, haben wir zunächst einen neuen Fahrradschuppen gebaut. Letzte Woche konnten wir dann endlich mit dem Bau des Vereinsraum beginnen. Auch wenn alles länger dauert, als geplant, ist es unglaublich schön zu sehen, wie die gemeinsame Arbeit uns zusammenschweißt. Es gibt immer genug helfende Hände, Leute, die es verstehen die Gruppe zu pushen und jemanden der für genug Kaffee und Häppchen sorgt.

Es ist immer wieder motivierend, die Begeisterung von völlig fremden Leuten zu erfahren, wenn wir beim Einholen der Angebote für Fenster, Türen und Baumaterial vom Projekt erzählen. Auch unsere Nachbarn verfolgen die Umbaumaßnahmen gespannt und mit großem Interesse. Es macht uns sehr viel Spaß jeden Tag zu sehen, wie unser Projekt voranschreitet. Wir freuen uns schon riesig unseren Verein endlich öffentlich vorstellen zu können, dafür braucht es nicht mehr viel.


Politische Arbeit am 1. Mai 2019

Plakataktion 1. Mai

Unsere Plakataktion am ersten Mai scheint bei einigen auf Unverständnis gestoßen zu sein, weshalb wir gerne noch einmal  eine Stellungnahme abgeben würden.

Die Plakataktion hatte als Übergeordnetes Thema „Toleranz und Solidarität“  Hier noch einmal die Transparentsprüche:

  • Teilen habe ich schon im Kindergarten gelernt
  • Mensch sein ist kein Verbrechen
  • Lüjenprässe auf die Frässe Wir sind däs Völk Prost
  • „Eine Weltkarte ohne Grenzen“
  • Kampf dem deutschen Spießbürgertum / Scheiß Selbstgerechtigkeit

Besonders das Plakat „Kampf dem deutschen Spießbürgertum“ scheint missfallen zu sein. Hierbei geht es aber ausdrücklich nicht um „Gartenzwerge“ und einen „englischen Rasen“, sondern um mehr Toleranz auch anderen Menschen und Lebensweisen gegenüber. Hier eine Definition:

Als Spießbürger, Spießer oder Philister werden engstirnige Personen bezeichnet, die sich durch geistige Unbeweglichkeit, ausgeprägte Konformität mit gesellschaftlichen Normen und Abneigung gegen Veränderungen der gewohnten Lebensumgebung auszeichnen

Wir geben uns sehr viel Mühe, den Bedürfnissen unserer Nachbarn soweit es uns möglich ist entgegenzukommen.

Aber: Toleranz ist keine Einbahnstraße!!! Sondern ein gegenseitiges Entgegenkommen und Akzeptieren der Meinung, Lebensweise und Bedürfnisse des jeweils Anderen.

Auch in Zukunft werden wir uns nicht das Recht auf Meinungsfreiheit nehmen lassen. Wir betrachten es als menschliches Selbstverständnis, uns weiterhin für mehr Solidarität und Toleranz und gegen jegliche Form der Ausgrenzung einzusetzen.

Des Weiteren finden wir es sehr schade, erst sehr viel später und über mehrere Ecken vom Unmut zu erfahren. Ihr habt immer die Möglichkeit mit uns in Kontakt und Diskussion zu treten.